Adoption einer Schule in Hamburg

Ein Jahr lang werden wir monatlich für einige Tage nach Hamburg reisen, um mit zwei Gruppen von Jugendlichen einer Schule Wissen zu den grundlegenden Werte unserer Gesellschaft zu erarbeiteten.

Neben den Werte und Ideen, die unsere Gesellschaften und Gemeinschaften zusammenhalten, werden wir über alle Arten von Diskriminierung, einschließlich Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie sowie über Nachhaltigkeit und Klimawandel sprechen.

Begleitet werden die Workshops von “Dark Tourism Deliberation Days” in Berlin. Gemeinsam mit unserem Kollegen und Spezialisten Asaf Leshem besuchen wir fünf Gedenkstätten: das Denkmal für die ermordeten Reichstagsabgeordneten; das Denkmal für die Opfer der Sinti und Roma des Nationalsozialismus; das Denkmal für die ermordeten Juden Europas; das Denkmal für Homosexuelle, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden; und die Gedenk- und Informationsstelle für die Opfer nationalsozialistischer „Euthanasie“ -Morde (die sogenannte Aktion T4).

Der Besuch der Gedenkstätten wird durch die Diskussionen in den Workshops vorbereitet und an den konkreten Orten vertieft und anschaulich fortgesetzt. Wir möchten gemeinsam mit den Jugendlichen danach fragen, wie es zu solchen Verfolgungen kommen konnte und welche Rolle demokratische Strukturen spielen. Kann so etwas wieder passieren? Was bedeuten die damaligen Geschehnisse für die Schüler heute? Warum wurden die Gedenkstätten gebaut? Für wen wurden sie gebaut? Warum gedenken wir? Warum gedenken wir über Gedenkstätten?

Das Projekt wird von IN VIA Hamburg (www.invia-hamburg.de) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht. Wir werden die Effekte des Projektes durch Umfragen und Interviews bewerten.

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