Projekte


Projekte in 2016

Unsere Projekte in 2016 haben sich hauptsächlich Problemen der Bereiche Migration, Integration, Populismus, Radikalisierung, Demokratie und geschwächter Zivilgesellschaft gewidmet.

 

Deutschland Verstehen

Das erste Projekt, „Deutschland Verstehen“, ist finanziert geworden von der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. 

In diesem Pilotprojekt haben wir mehrere Workshops organisiert, in denen wir in deliberativer Methodik die Werte, Ideen und Perspektiven, die viele als konstitutiv für die europäische kulturelle Tradition und Identität erachten, mit den ankommenden Flüchtlingen diskutiert haben. Die Themen der Workshops beinhalten: ethischer, kultureller und politischer Pluralismus, Humanismus, Demokratie, Religionsfreiheit, Gender, Gleichberechtigung, (Homo)-Sexualität, Ängste von Migranten sowie Ängste vor Migranten in der deutschen Bevölkerung.

 

Buddy Projekt

Die jungen Männer, die in dem Projekt teilnehmen werden, treffen sich zudem regelmäßig über 6 Monate hinweg mit „Buddys“ (etwas ältere deutsche oder deutschsprachige Männer), um bessere Einsichten und Verständnis, Kontakte und implizites Wissen über die hiesige Gesellschaft zu erlangen.

Die gesamte Projektbeschreibung kann auf Anfrage zu Verfügung gestellt werden. Eine Kurzfassung gibt es hier.

 

Multiplikatorenschulungen

In einem dritten Projekt das wir 2016 durchgeführt haben, unterrichten wir den in der Integrationsarbeit tätigen Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern die Methodik der Deliberation und besprechen gemeinsam die normativen Werte, die im Integrationszusammenhang wichtig sind. Dementsprechend bauen wir den Deliberationskurs auf Beispielen auf, um daran orientiert die Kernthemen der Integration wie Gleichberechtigung, Toleranz oder Freiheit zu besprechen. In diesem Kurs wollen wir die Unsicherheiten beseitigen, die von vielen europäischen Bürgern geteilt werden, wenn es darum geht, die Werte der Gesellschaft begründen und artikulieren zu können. Diese Ambiguitäten und Unsicherheiten bewirken oftmals unklare Eindrücke für Neuankömmlinge und behindern daher die Integration. Das Projekt ist gefinanziert geworden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Eine Kurzfassung gibt es hier.

 

Wir haben uns dazu entschieden, diese Projekte zur Integration zu entwickeln, da sie mit unserer Philosophie einer relevanten Sozialwissenschaft im Einklang stehen. Wir sind davon überzeugt, dass die Soziologie und die Politikwissenschaft wesentlich problemorientierter und pragmatischer sein muss statt sich den Scheinproblemen der redundanten Theorie- und Methodendiskussion hinzugeben. Eine Sozialwissenschaft muss sich auch normativen Themen stellen, wenn sie gesellschaftlich relevant bleiben will. In unseren Projekten thematisieren wir beispielsweise Emanzipation, Freiheit, Autonomie, Gleichheit und Toleranz. Diese Werte mit Neuankömmlingen zu besprechen ist zudem eine herausragende Gelegenheit, um ein neues Verständnis für die europäische kulturelle Identität zu reflektieren. Wir wollen diese Werte nicht nur mit den Neuankömmlingen besprechen, sondern auch direkt mit jenen zusammenarbeiten, die bereits in Deutschland leben, um so das zivilgesellschaftliche Gefüge in Deutschland zu stärken.

 

Projekte in 2017

 

Deliberation gegen Populismus

Freedom-of-Speech_5_6_web-300x383Das Projekt „Deliberation gegen Populismus“ ist ermöglicht geworden durch Bündnis für Brandenburg: In Zusammenarbeit mit vier wunderbaren Studenten der Alice Salomon Hochschule Berlin wollen wir mit insgesamt 20 Personen in zwei Fokusgruppen zusammenkommen, um die Probleme zu diskutieren, die diese Bürger beschäftigen. Wichtiger Teil des Projektes ist, neue Wege zu finden, um mit Bürgern, die sich selbst als politikverdrossen bezeichnen, in Kontakt zu treten und wieder eine gesellschaftliche Diskussion stattfinden zu lassen. Eine Kurzfassung des Projektes gibt es hier.

 

Deliberation in Brandenburg

Wir organisieren 6 Reihen von Workshops, in denen wir mit unterschiedlichen Gruppen von Geflüchteten und Einheimischen die Ideen, Perspektiven und Werte, die manche als konstitutiv für die europäische Kultur und Identität halten, diskutieren. Die Themen werden unter anderem ethische, kulturelle und politische Vielfalt (Pluralismus) sein, aber auch Demokratie, Freiheit (von Religion, Meinungsäußerung), individuelle Autonomie, Emanzipation, Toleranz, Identität, Gender, Geschlechtergleichheit, (Homo)-sexualität, sowie die gegenseitigen Ängste von Migranten und europäischen Bürgern.

Wir bauen auf den Erfahrungen und Kompetenzen auf, die wir bereits in 2016 in Brandenburg und Berlin mit deliberativen Integrationsprojekten entwickelt haben. Diesmal arbeiten wir nicht nur mit jungen Männern sondern auch mit weiblichen Geflüchteten und Personen jeder Altersstufe und Nationalität. In offenen pluralistischen Gesellschaften, in denen Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen zusammen leben, sind Workshops mit einer vielfältigen Teilnehmerzusammensetzung ideal.

Ein Workshop hat 6 Sitzungen, die entweder an zwei, drei oder 6 Tagen gehalten werden, je nach Gruppenpräferenz. Die Anzahl der Teilnehmer reicht von 12 bis 15 Personen pro Sitzung.

Das Projekt wird ermöglicht durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, sowie die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie).

Für mehr Informationen über das Projekt klicken sie hier.