Projekte


Projekte in 2017

 

Deliberation gegen Populismus

Freedom-of-Speech_5_6_web-300x383Das Projekt „Deliberation gegen Populismus“ ist ermöglicht geworden durch Tolerantes Brandenburg: In Zusammenarbeit mit vier wunderbaren Studenten der Alice Salomon Hochschule Berlin sind wir mit insgesamt 20 Personen in zwei Fokusgruppen zusammengekommen, um die Probleme zu diskutieren, die diese Bürger beschäftigen. Wichtiger Teil des Projektes war es neue Wege zu finden um mit Bürgern, die sich selbst als politikverdrossen bezeichnen, in Kontakt zu treten und wieder eine gesellschaftliche Diskussion stattfinden zu lassen. Eine Kurzfassung des Projektes gibt es hier.

 

Deliberation in Brandenburg

Wir haben 6 Workshops organisiert in denen wir mit unterschiedlichen Gruppen von Geflüchteten und Einheimischen die Ideen, Perspektiven und Werte, die generell als konstruktiv für die europäische Kultur und Identität gesehen werden, diskutiert haben. Die Themen waren unter anderem ethische, kulturelle und politische Vielfalt (Pluralismus), sowie Demokratie, Freiheit (von Religion, Meinungsäußerung), individuelle Autonomie, Emanzipation, Toleranz, Identität, Gender, Geschlechtergleichheit, (Homo)-sexualität, aber auch die gegenseitigen Ängste von Migranten und europäischen Bürgern.

In diesen Workshops haben wir auf unsere Erfahrungen und Kompetenzen die wir bereits 2016 in Berlin und Brandenburg in Integrationsprojekten entwickelt haben aufgebaut. Diesmal arbeiteten wir jedoch nicht nur mit jungen Männern, sondern auch mit weiblichen Geflüchteten sowie Personen verschiedenster Altersstufen und Nationalitäten. In offenen pluralistischen Gesellschaften, in denen Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen zusammen leben, sind Workshops mit einer vielfältigen Teilnehmerzusammensetzung ideal.

Ein Workshop hatte 6 Sitzungen die entweder an zwei, drei oder sechs Tagen gehalten wurden, je nach Gruppenpräferenz. Die Anzahl der Teilnehmer reichte von 12 bis 15 Personen pro Sitzung.

Das Projekt wurde durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, und die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) ermöglicht.

Für mehr Informationen über das Projekt klicken Sie hier.

 

Multiplikatorenschulungen

Workshopteilnehmer in Mettmann (Nordrhein Westfalen)

Wie auch 2016, haben wir 2017 wieder eine Reihe von Workshops für die in der Integrationsarbeit tätigen Ehrenamtlichen und Sozialarbeiter organisiert. In diesen Workshops haben wir die Ideen und Methoden der Deliberation veranschaulicht und erklärt. In den Diskussionen haben wir zum Beispiel erläutert wie man mit Bürger(innen) aus anderen Kulturen sinnvoll Themen wie Demokratie, Freiheit (von Religion, Meinungsäußerung, Vereinigung), Emanzipation, Toleranz, Identität, Gender, Geschlechtergleichheit, und (Homo)-sexualität besprechen kann. Dieses Projekt wurde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ermöglicht. Die Anzahl der Workshops hat sich diese Jahr von 2 auf 6 verdreifacht. 2017 organisierten wir diesen Workshop in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Einen Flyer mit weiteren Informationen gibt es hier.

Für mehr Informationen über das Projekt in Potsdam klicken Sie hier.

Projekte in 2016

Unsere Projekte in 2016 haben sich hauptsächlich Problemen der Bereiche Migration, Integration, Populismus, Radikalisierung, Demokratie und geschwächter Zivilgesellschaft gewidmet.

 

Deutschland Verstehen

Das erste Projekt, „Deutschland Verstehen“, wurde von der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung finanziert.

In diesem Pilotprojekt haben wir mehrere Workshops organisiert, in denen wir in deliberativer Methodik die Werte, Ideen und Perspektiven, die viele als konstitutiv für die europäische kulturelle Tradition und Identität erachten, mit in Brandenburg ankommenden Flüchtlingen diskutiert haben. Die Themen der Workshops beinhalteten: ethischer, kultureller und politischer Pluralismus, Humanismus, Demokratie, Religionsfreiheit, Gender, Gleichberechtigung, (Homo)-Sexualität, Ängste von Migranten sowie Ängste vor Migranten in der deutschen Bevölkerung.

 

Buddy Projekt

Die jungen Männer, die an dem Projekt teilnehmen, trafen sich regelmäßig über 6 Monate hinweg mit „Buddys“ (etwas ältere deutsche oder deutschsprachige Männer), um bessere Einsichten und Verständnis, Kontakte und implizites Wissen über die hiesige Gesellschaft zu erlangen.

Die gesamte Projektbeschreibung kann auf Anfrage zu Verfügung gestellt werden. Eine Kurzfassung gibt es hier.

 

Multiplikatorenschulungen

In einem dritten Projekt das wir 2016 durchgeführt haben, unterrichteten wir in der Integrationsarbeit tätige Ehrenamtliche und Sozialarbeiter in der Methodik der Deliberation und besprachen gemeinsam die normativen Werte, die im Integrationszusammenhang wichtig sind. Dementsprechend bauen wir den Deliberationskurs auf Beispielen auf, um daran orientiert die Kernthemen der Integration wie Gleichberechtigung, Toleranz oder Freiheit zu besprechen. In diesem Kurs wollten wir die Unsicherheiten beseitigen, die von vielen europäischen Bürgern geteilt werden, wenn es darum geht, die Werte der Gesellschaft begründen und artikulieren zu können. Diese Ambiguitäten und Unsicherheiten bewirken oftmals unklare Eindrücke für Neuankömmlinge und behindern daher die Integration. Das Projekt wurde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert.

Eine Kurzfassung gibt es hier.

Wir haben uns dazu entschieden, diese Projekte zur Integration zu entwickeln, da sie mit unserer Philosophie von einer relevanten Sozialwissenschaft im Einklang stehen. Wir sind davon überzeugt, dass die Soziologie und die Politikwissenschaft wesentlich problemorientierter und pragmatischer sein muss statt sich den Scheinproblemen der redundanten Theorie- und Methodendiskussion hinzugeben. Eine Sozialwissenschaft muss sich auch normativen Themen stellen, wenn sie gesellschaftlich relevant bleiben will. In unseren Projekten thematisieren wir beispielsweise Emanzipation, Freiheit, Autonomie, Gleichheit und Toleranz. Diese Werte mit Neuankömmlingen zu besprechen ist zudem eine herausragende Gelegenheit, um ein neues Verständnis für die europäische kulturelle Identität zu reflektieren. Wir wollen diese Werte nicht nur mit den Neuankömmlingen besprechen, sondern auch direkt mit jenen zusammenarbeiten, die bereits in Deutschland leben, um so das zivilgesellschaftliche Gefüge in Deutschland zu stärken.