Reihe „Bürgerdialoge“ in Rangsdorf gestartet

Am 6. November fand in Rangsdorf der erste Bürgerdialog statt, den die SSW mit Unterstützung des Vereins „Rangsdorf: DREI Orte – EINE Gemeinde e. V.“ sowie der Gemeinde Rangsdorf organisiert. Der Bürgermeister, Herr Rocher, brachte die Beweggründe für die Organisation und Unterstützung des Projekts treffend wie folgt zum Ausdruck:

„In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und der öffentliche Diskurs oft von Gegensätzen geprägt ist, sind die angedachten Bürgerdialoge eine gute Möglichkeit, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen wieder miteinander ins Gespräch kommen können, in der Absicht, einander zuzuhören, Verständnis füreinander zu entwickeln und Wege des Miteinanders zu finden – auch und gerade dann, wenn Meinungen auseinandergehen.

Die Dialoge sollen dazu beitragen, das respektvolle Miteinander zu fördern, sich offen zuzuhören, ohne sofort zu bewerten und unterschiedliche Perspektiven als Bereicherung zu sehen und gemeinsame Anliegen und Verbindungslinien zu erkennen und Widerspruch als Teil eines lebendigen demokratischen Austauschs auszuhallen.

Ziel dieser Dialoge soll es sein, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu fördern – über Generationen, Herkunft, politische Einstellungen und Lebenswirklichkeiten hinweg, denn nur, wenn wir einander zuhören und verstehen, können wir gemeinsam an einer Zukunft arbeiten, die auf Vertrauen, Respekt und Mitgefühl gründet.

Deshalb begrüßen und unterstützen wir das Vorhaben des Vereins ausdrücklich und würden uns sehr freuen, wenn die Initiative von Social Science Work finanzielle Förderung erhält.“

Die finanzielle Unterstützung haben wir tatsächlich von der Deutschen Postcode-Lotterie erhalten, wofür wir uns herzlich bedanken.

Wir werden uns im kommenden Jahr zehnmal in Rangsdorf treffen. Das Thema des ersten Treffens war „Einsamkeit“ und die Frage, was man vor Ort dagegen unternehmen kann. Die Anwesenden, darunter verschiedene Vertreter der lokalen Zivilgesellschaft, hatten viele Ideen, wie die Zusammenarbeit gestärkt werden kann. Als wichtig wurde unter anderem angesehen, einen oder mehrere Orte in der Gemeinde zu schaffen, an denen sich Bürger und ihre Vereine spontan treffen können, ohne dafür zuvor bürokratische Anträge stellen und Genehmigungen einholen zu müssen. Das Fehlen solcher Freiräume behinderte die gegenseitige Vernetzung in Rangsdorf erheblich – ein Problem, das relativ einfach zu lösen sein dürfte.

Das nächste Treffen findet am kommenden 11. Dezember statt. Das Rathaus stellt hierfür ab 18 Uhr wieder einen Raum zur Verfügung.

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