Laufende Projekte
Digitale Sprach- und Verwaltungsbrücke für Flüchtlinge in Unterkünften
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat Social Science Works das Projekt „Digitale Sprach- und Verwaltungsbrücke für Flüchtlinge in Unterkünften“
bewilligt. Ziel des Projekts ist es, mithilfe von KI die enorme Bürokratie zu bekämpfen, mit der Flüchtlinge konfrontiert sind, die in Deutschland ankommen und versuchen, sich zu integrieren. Zudem soll allen eine Entlastung verschafft werden, die an der Aufnahme und Integration von Neuankömmlingen arbeiten – von den Sozialarbeitern in den Flüchtlingsunterkünften bis hin zu den Mitarbeitern staatlicher Einrichtungen wie dem BAMF, der Arbeitsagentur und dem Sozialamt. Ziel ist es, alle Beteiligten von zeitraubender und zermürbender Bürokratie zu befreien und die Integration der Menschen drastisch zu beschleunigen. Etwa zehn Personen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund – KI-Spezialisten, Sozialarbeiter sowie Sozial- und Politikwissenschaftler – werden an dem Projekt mitarbeiten. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf dieser Seite.
Bürgerdialoge in Hennigsdorf
Um die Demokratie zu stärken, brauchen wir eine neue Gesprächskultur. Wir schaffen dazu öffentlichen Räume, in dem sich Bürgerinnen und Bürger regelmäßig treffen können, um nach einem Impuls bei Kaffee und Kuchen gemeinsam über gesellschaftliche Themen auszutauschen und sich dabei besser kennen zu lernen. Im Jahr 2026 werden wir in Hennigsdorf eine Reihe von Bürgerdialogen veranstalten. Das Projekt wird von der Partnerschaft für Demokratie Oberhavel unterstützt.
In unserer Gesellschaft gibt es nicht mehr genügend Plattformen, auf denen Bürgerinnen sich treffen können, um über gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Als Folge dessen ist die demokratische Praxis eingeschränkt: wir haben zu wenig Möglichkeiten, Informationen und Ansichten auszutauschen, und können folglich keine informierten Präferenzen entwickeln, die für eine Demokratie aber unabdinglich sind. Wir lernen immer weniger mit Komplexität sowie mit gegensätzlichen Standpunkten umzugehen.
Darüber hinaus tut sich ein Graben auf zwischen Wissensträger und Bürger. Akademiker zum Beispiel verstecken sich in Elfenbeintürmen und die Bürger in den Blasen ihrer Facebook- und Instagram-Streams. Um die Verbindung zwischen Wissensträger – Vertreter von Unternehmen, Universitäten, Forschungsinstituten, der Zivilgesellschaft, bestimmten Berufsgruppen, der Presse, Politik und Verwaltung – und Bürger wiederherzustellen und den Wettbewerb um fundierte Ideen zu stärken, brauchen wir wieder Plattformen, auf denen Wissensträger ihr Wissen teilen und Menschen dazu einladen, sich über dieses Wissen untereinander auszutauschen.
Die Teilnehmenden werden gefragt, über welche Themen sie sprechen möchten. Neben lokale Themen sind allgemeine Themen möglich wie Einsamkeit, Klimawandel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Migration und Integration, alternative Energien, Algorithmen sozialer Medien, politische Radikalisierung, soziale Ungleichheit usw. Die Themen werden von uns so aufbereitet, dass sie leicht verständlich sind und so, dass jede(r) mitdiskutieren kann.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Einen Eindruck von den in Paulinenaue durchgeführten Dialogen finden Sie hier.
Populism Rocking the World
In den vergangenen Jahren hat Social Science Works eine große und stetig wachsende Zahl von Analysen populistischer Bewegungen in verschiedenen Ländern veröffentlicht. Untersucht wurden unter anderem Entwicklungen in Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Frankreich, Algerien und Bolivien. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Populismus, seine Ursachen sowie seine Zukunftsperspektiven.
Die meisten Beiträge sind in englischer Sprache verfügbar (bitte hier klicken). Daneben finden Sie auf dieser Seite auch einige Artikel auf Deutsch.
Wertedialog mit Neuankömmlingen
Im Projekt „Wertedialog mit Neuankömmlingen“ haben wir mit Geflüchteten die Ideen und Werte diskutiert, die als konstitutiv für die europäische Kultur und Identität gelten. Das Projekt lief von 2025 bis Mai 2026, fand hauptsächlich im brandenburgischen Mittenwalde statt und wurde von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und der Partnerschaft für Demokratie Dahme-Spreewald unterstützt. Zu den Themen gehörten unter anderem ethische, kulturelle und politische Vielfalt sowie Demokratie, Freiheit (der Religion, der Meinungsäußerung und der Vereinigung), individuelle Autonomie, Emanzipation, Toleranz, Identität, Rassismus, Geschlechtergleichheit und (Homo-)Sexualität. Besonderes Augenmerk wurde zudem auf das Ehrenamt gelegt: Was ist darunter zu verstehen? Warum fördert diese Form der Tätigkeit die Integration in die deutsche Gesellschaft? Und wie kann man sich konkret engagieren?
Kochen und Gärtnern mit geflüchteten Kindern
Von Februar bis November 2025 führten wir ein Projekt in einem Flüchtlingsheim in Brandenburg durch, das von der IKEA Stiftung unterstützt wurde. Diese Initiative richtete sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und bot ihnen praktische Erfahrungen in den Bereichen Kochen, Gartenarbeit und nachhaltiges Leben.
In regelmäßigen Sitzungen lernten die Kinder, einfache und nahrhafte Mahlzeiten zuzubereiten, und entwickelten ein Verständnis für gesunde Ernährung. Außerdem bauten und bepflanzten sie Hochbeete mit Kräutern und Gemüse und erhielten so einen Einblick in die nachhaltige Lebensmittelproduktion. Kreativ-Workshops und Ausflüge, z. B. zu einem örtlichen Bauernhof und in den Wald, ergänzten das Programm und boten interessante Lernerfahrungen.
Über die praktischen Kompetenzen hinaus förderte das Projekt das Gemeinschaftsgefühl im Flüchtlingsheim, indem es Teamarbeit und gemeinsame Erfahrungen förderte. Im Laufe des Jahres haben die Kinder neue Fähigkeiten erlernt, Kontakte angeknüpft und ein größeres Bewusstsein für Ernährung und Nachhaltigkeit entwickelt. Für einen Bericht über das Projekt klicken Sie bitte hier.
