Zweitgutachten


glasses-568408_1280Akteure, die Forschung in den öffentlichen Entscheidungsfindungsprozess einbringen, sowie Akteure, die von dieser Forschung betroffen sind, können Social Science Works aufsuchen, um sich eine unabhängige Meinung in Bezug auf die Qualität dieser Forschung einzuholen.

Unsere moderne Gesellschaft basiert zunehmend auf Forschung. Politische Linien fußen immer mehr auf wissenschaftlichen Studien oder werden mit ihnen begründet. Aus diesem Grund benutzen sowohl Akteure, die ein Interesse an diesen politischen Maßnahmen haben, Forschung um sich gegenseitig zu beeinflussen als auch politische Vertreter, Eliten und Bürger. Ein Akteur, der seine eigene Position mit Forschung rechtfertigen kann, besitzt eine größere Chance, Entscheidungsfindungsprozesse zu beeinflussen. Dies ist sicherlich der Fall in modernen Gesellschaften, in der „rationale“ Wissenschaft einen immer größeren Stellenwert gewinnt.

Forschung wird nicht nur von Akademikern an Universitäten produziert sondern auch von (Quasi-) Regierungsorganisationen, Unternehmen, Interessen- und Vertretergruppen, politischen Parteien, Think Tanks und anderen Nicht-Regierungsorganisationen. In zunehmendem Maße wird sie also durchgeführt auf Anfragen von privaten Forschungs- und Beratungsinstitutionen.

Insbesondere ressourcenstarke Interessengruppen in Bezug auf Größe der Organisation und finanzielle Möglichkeiten sind in der Lage, ihre Präferenzen durch Forschung zu legitimieren: ihre vorhandene institutionelle Infrastruktur und die Quellen für Fördermittel ermöglichen ihnen die Produktion oder die Finanzierung.

Dennoch ist es oft schwierig, die Forschungsqualität zu bewerten. Akteure, die mit Forschung konfrontiert sind, wenn sie Richtlinien entwickeln, sowie Interessenvertreter, die von forschungsbasierter Politik betroffen sind, haben selten das Wissen noch die Möglichkeiten,

  • die Angemessenheit eines Forschungsdesigns und seiner methodologischen Ausführung zu evaluieren,
  • die Reliabilität des benutzten Datensatzes in Bezug auf die zu ziehenden Schlüsse zu beurteilen oder
  • die Validität der Anwendung der spezifischen Studie, inwiefern sie über die vorgeschlagene politische Richtlinie Auskunft geben und sie begründen kann, zu bewerten.

Und selbst wenn sie über das nötige Wissen verfügen, kann es sein, dass sie nicht als glaubwürdig gelten, da sie nicht als „Experten“ oder „unabhängig“ angesehen werden.

Sowohl Entscheidungsträger als auch ressourcenärmere Interessenvertreter finden sich oft in der Situation, auf Hilfe angewiesen zu sein. Social Science Works wird genau diese Hilfe anbieten. Sein Team aus Sozialwissenschaftlern gibt eine unabhängige Meinung zu vorliegenden Studien, die in den Entscheidungsfindungsprozess eingebracht werden:

  • Wie sauber ist diese durchgeführt?
  • Rechtfertigen die Ergebnisse die Schlüsse und Vorschläge?
  • Würden andere Vorgehensweisen in der Forschung zu unterschiedlichen Schlüssen führen?
  • Wurden die richtigen Fragen gestellt?
  • Ist das Problem, für das die Studie Lösungen zu finden versucht, sauber definiert oder sind andere Definitionen für das Problem vorstellbar?
  • Könnte das umgedeutete Problem auch anders gelöst werden?
  • Basierte die Studie auf impliziten Annahmen, die erklärt und untersucht werden müssen?

Die Bewertung der Forschung durch unabhängige Meinung trägt zur Qualität der Entscheidungsfindung bei und leistet einen Beitrag zur Zivilgesellschaft und ihrem öffentlichen Diskurs.

Insbesondere geraten ressourcenschwächere Zivilgruppen oft unter Druck durch Forschung, die von mächtigen Interessengruppen organisiert oder bezahlt wird. In Gesellschaften, in denen soziale, ökonomische und politische Ungleichheiten stark sind und weiter zunehmen, haben Meinungen Dritter bezüglich dieser Forschung eine große demokratische Bedeutung. Sie treiben den Ideenaustausch an, der in einer lebhaften Zivilgesellschaft unabdingbar ist.

Es ist häufig der Fall, dass Teams, die über Gesetze oder Entscheidungen beraten, einseitige Wahrnehmungen teilen, welche die Entscheidungsfindung in eine bestimmte Richtung verzerren. In der Literatur wird dies mit dem Begriff „group think“ umschrieben. Es ist ein oft beobachtetes psychologisches Phänomen, dass Teammitglieder über einen größeren Zeitraum hinweg zunehmend auf einander verweisen und sich damit eine geteilte aber verzerrte Perspektive auf die Realität gegenseitig verstärkt.

Oftmals gibt es keinen Raum für alternative Standpunkte und Sichtweisen oder alternative Problemumschreibungen. Um das zu vermeiden, was Charles Lindblom (1990) „impairment“ (in etwa: Störung Schmälerung, Verminderung) genannt hat, ist es angebracht, einen Außenstehenden zu konsultieren, der einen neuen Blick auf die Problematik werfen kann. Die Diversität der Disziplinen, Paradigmen, Nationalitäten und Hintergründe machen unsere Mitarbeiter bei Social Science Works zum perfekten Partner für diese Nachprüfungen.