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SOCIAL SCIENCE WORKS NEWS


23. November 2016 – Bericht aus dem Feld: Arbeit zur Stärkung der Demokratie in Brandenburg

Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende zu und es an der Zeit, euch, liebe Freunde, Kollegen und Unterstützer, darüber zu informieren, was wir dieses Jahr bisher gemacht haben und was uns 2017 bevorsteht. Wir haben an einigen Projekten gearbeitet, die mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ verbunden sind, und haben gleichzeitig unsere Deliberationsfähigkeiten gestärkt um Workshops mit Betroffenen und Geflüchteten durchzuführen, um wichtige soziale Themen wie Demokratie, Freiheit und Identität zu besprechen.

Europa Verstehen

Unser erstes Hauptprojekt, das von der Integrationsbeauftragten Doris Lemmermeier des Landes Brandenburg finanziell unterstützt wurde, heißt „Europa Verstehen: Männlichen Geflüchteten die Ankunft in Deutschland erleichtern“. Gleichzeitig könnte das Projekt genausogut „Menschen Verstehen“ genannt werden, da es hauptsächlich um soziale Fragen wie Demokratie, Freiheit und Identität geht.

In dem Projekt arbeiten wir mit Männern unter 30 Jahren, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. In unseren Workshops bieten wir drei Gruppen von Geflüchteten die Möglichkeit, zusammenzukommen und kulturelle Werte mit den Mitgliedern des SSW-Teams zu diskutieren, die entscheidend für eine erfolgreiche Integration in Deutschland sind. Jede Workshop-Reihe besteht aus sechs Sitzungen, die jeweils unterschiedliche Themen rund um demokratische Werte besprechen und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe eingehen. Soweit haben wir zwei Workshop-Serien abgeschlossen und werden die letzte Serie vor Weihnachten abschließen. Dabei hatten wir drei sehr unterschiedliche Gruppen. Die erste bestand aus Männern aus Afghanistan, in der zweiten Gruppe kamen die Männer aus verschiedenen afrikanischen Ländern und in der letzten Gruppe arbeiten wir mit Syrern.

14716165_1303269346350855_4661849188988258195_nDie Workshops waren bis hierher äußerst erfolgreich und wir hatten zahlreiche interessante Unterhaltungen mit Teilnehmern aus aller Welt. Vielleicht ist es wenig überraschend, aber die Teilnehmer, die aus Ländern wie dem Irak und aus Afghanistan geflohen sind, ein ernsthaftes Interesse auf, Demokratie und Freiheit zu diskutieren. Wir werden einen ausführlicheren Bericht zu unseren Beobachtungen verfassen sobald das Projekt abgeschlossen ist.

Dies war nur möglich durch umfangreiche Hilfe und Beitrag von einigen unserer Associates, die an diesem Projekt eng mit uns gearbeitet haben. Daher an dieser Stelle ein spezieller Dank an Lily Chichanowicz, Johannes Kuhnert und Oktay Tuncer für ihre Hilfe.

Das Buddy Projekt

Zusätzlich zu unseren Workshops haben wir unsere Sitzungen mit einem Buddy-Programm verbunden. Unser Buddy-Programm verbindet Deutsche oder deutschsprachige Männer mit einem Teilnehmer aus den Workshops für eine Zeitspanne von mehreren Monaten durch zweiwöchige Treffen. Das Programm wird von der Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg finanziert und konzentriert sich auf männliche Teilnehmer. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass in der Freiwilligenarbeit, im Speziellen im Zusammenhang mit Geflüchteten, vorwiegend Frauen engagiert sind. Das Buddyprogramm zielt zudem darauf ab, die Inhalte der Workshops (u. a. Ideen von Männlichkeit in Europa) im Gespräch zu vertiefen.

Bisher haben wir ca. 20 Buddies rekrutiert, die sich mit unseren Teilnehmern treffen werden, um sowohl den Inhalt unserer Workshops weiterzudiskutieren als auch soziale und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam zu besuchen. Das Projekt hat bereits begonnen. Unsere Buddies haben bereits an einer Einführungssitzung in Potsdam und Berlin in den letzten Wochen teilgenommen und wir haben vor, diesen Monat den offiziellen „Startschuss“ des Programms für Buddies und die Workshopteilnehmer mit einer Sportveranstaltung zu geben.

Bist du eine deutsche oder deutschsprachige männliche Person, die daran interessiert ist, ein Buddy zu werden? Sende Sarah eine Email an sarah.coughlan@socialscienceworks.org, lass dich von ihr auf einen Kaffee einladen und diskutiere gemeinsam mit ihr das Projekt!

Multiplikatoren-Workshops

Unser letztes Projekt vermittelt die Expertise, die wir uns in den Europa Verstehen – Workshops angeeignet haben an ‚Multiplikatoren‘. Diese Multiplikatoren sind Betroffene unterschiedlichster Art: Freiwillige, Sozialarbeiter, Akademiker und andere, die Erfahrung in diesem Sektor haben und die gerne davon profitieren würden, soziale Themen besser diskutieren zu können.

Für dieses Projekt, das vom Bundesamt für Migranten und Flüchtlinge gestützt wird, haben wir uns zusammengetan mit Start With a Friend (SWAF), um ihren Buddies die Methode und Einsicht aus den Workshops nahezubringen. SWAF haben ihr eigenes Buddy-Programm und waren daran interessiert, an unseren Workshops teilzunehmen, um ihr Angebot für ihre Buddies zu erweitern und um sie besser darauf vorzubereiten, mit schwierigen Themen umzugehen. Unser erster Workshop für dieses Projekt fand diesen Samstag in Berlin statt!

Wenn du daran interessiert bist, an der nächsten Workshop-Serie teilzunehmen, e-maile bitte Sarah an die obengenannte Adresse.

Picture of Tor Lindstrand New NeighbourhoodsEinige Projekte für 2017

Für jede/n, der/die daran interessiert ist, eine zweite Meinung zu bestehender Sozialforschung sowohl für öffentliche als auch private Kunden zu entwickeln oder mit uns zusammenzuarbeiten um ein Projekt mit dem Ziel zu entwickeln, rechten Extremismus und Populismus zu bekämpfen, bietet sich die Möglichkeit mit uns über info@socialscienceworks.org oder direkt mit einer Person aus unserem Team in Kontakt zu treten. Wir sind ebenfalls sehr daran interessiert, uns mit allen, die daran interessiert sind, deliberative Projekte in Brandenburg aufzubauen. Momentan entwickeln wir weitere Ideen in Kooperation mit dem Treffpunkt Freizeit in Potsdam. Wer sich mit uns über weitere Möglichkeiten unterhalten will, ist herzlich dazu eingeladen. Vorschläge sind sehr willkommen. 2017 soll ein großes Jahr für uns werden und wir freuen uns sehr darauf, mit möglichst vielen von euch zusammenzuarbeiten.

Wir würden uns freuen, von euch zu hören!

Das Social Science Works Team.

 

31. Oktober 2016: Unsere Delibererative Workshops mit Jungen Männlichen Geflüchteten haben angefangen

In der letzten Oktoberwoche hatten wir unsere ersten deliberativen Workshops mit jungen männlichen Geflüchteten. Die Deliberationen haben unsere Ansicht bestätigt, dass sich in der Tat mit Menschen verschiedenster Art und unterschiedlichster kultureller Herkunft über wichtige Themen sprechen kann, vorausgesetzt man begegnet sich auf Augenhöhe und mit Respekt.

14716165_1303269346350855_4661849188988258195_nEine Gruppe bestand aus Leuten von Afghanistan, Iran und Iraq. Die Leute der zweiten Gruppe kamen aus afrikanischen Ländern wie beispielsweise Eritrea, Ghana, Nigeria und Somalia. Die Themen der Workshops waren unter anderem Demokratie, Freiheit, Autonomie, Toleranz, Zivilgesellschaft, Menschenrechte, Identität, Männlichkeiten, Frauenrechte und Homosexualität. Keine einfachen Themen, aber unsere Teilnehmer haben diese Themen mit Respekt und Verständnis diskutiert. Manchmal gab es unterschiedliche Meinungen, aber trotz der Unterschiede riss die Diskussion nicht ab. In den kommenden Monaten werden wir weitere Workshops mit Geflüchteten aus Syrien halten. Einen Überblick über das gesamte Projekt finden Sie hier.

Zudem hatten wir unser erstes Treffen mit den Buddys – Ehrenamtliche, die sich mit den buddy-meeting-october-2016Workshopteilnehmern über ein halbes Jahr hinweg regelmäßig treffen und ihrem Buddy helfen werden, die kulturellen Eigenarten in Deutschland und Europa mit Sinn zu versehen. Wir sind schon jetzt beeindruckt vom Engagement der Buddys.

Unsere wesentlichen Einsichten der Workshops selbst und des Projektes insgesamt werden wir in der nächsten Zeit auf unserer Webseite veröffentlichen. Vor allem die Einsichten zu unseren Begegnungen mit den Institutionen, die sich Migration und Integration widmen, aber auch die Wege, wie sich am besten Teilnehmer und Buddys rekrutieren lassen, sollten bei Aktiven im Feld sowie beim interessierten Publikum auf Interesse stoßen.

 

 

27. September 2016 – Projekt Multiplikatorenschulungen für die deliberative Wertevermittlung fängt an

In diesem Pilotprojekt, welches finanziert wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, unterrichten wir den in der Integrationsarbeit tätigen Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern die Methodik der Deliberation und besprechen gemeinsam die normativen Werte, die im Integrationszusammenhang wichtig sind. Dementsprechend besprechen wir Themen wie Gleichberechtigung, Gender, Toleranz, Demokratie, Zivilgesellschaft, Freiheit und Emanzipation, Sozialisation und Identität, und die gegenseitige Ängste von Migranten und Europäischen Bürger. Sind Sie ehrenamtlich oder als Sozialarbeiter tätig und haben Interesse an der Teilnahme? Kontaktieren Sie uns (info@socialscienceworks.org )! Die Kurse finden statt in Berlin und Potsdam, fangen an in November und Dezember, und sind kostenfrei. Weitere Informationen über die Ideen, Inhalten und den Ablaufplan der Workshops finden Sie hier.

 

9. September 2016 – Neue Kooperationsvereinbarung mit FaZIT

Social Science Works hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz im Land Brandenburg (FaZIT) abgeschlossen. Wir werden uns in der Zukunft gegenseitig in unseren Integrationsprojekten unterstützen. https://fazit-brb.de/