Fellows


Social Science Works ist stolz darauf, eine stetig wachsende Zahl an Fellows zu haben. Diese Fellows umfassen eine vielfältige, internationale Gruppe von vielversprechenden Wissenschaftlern, die vorwiegend in Deutschland ausgebildet wurden und in Berlin und Brandenburg ansässig sind. Sie unterstützen die Kernideen von Social Science Works und versuchen zur gesellschaftlichen Relevanz der Sozialwissenschaften und der Qualität der demokratischen Entscheidungsfindungsprozesse beizutragen. Die Fellows veröffentlichen Qualitätsblogs für ein breites Publikum auf der Website und können auf freiberuflicher Basis engagiert werden, wenn Social Science Works Zweitgutachten zu Forschung formuliert, die in deren Spezialisierung fallen. Wenn wir Kurse über Forschung und Politik anbieten, werden diese oft von unseren Fellows in enger Kooperation durchgeführt.

 

Sergiu Lucaci

Sergiu VIISergiu Lucaci ist Doktorand der Politikwissenschaften an der Bremen International Graduate School of Social Sciences. Er hat einen Bachelor-Abschluss von der Jacobs University Bremen, sowie Masters von der Cardiff University, UK und der Humboldt-Universität zu Berlin. Geleitet von einem allgemeinen Interesse an sozialer und politischer Theorie erforscht Sergiu für seine Doktorarbeit bestimmte Formen zivilgesellschaftlicher Aktivitäten in Folge der Finanzkrise innerhalb der EU. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Analyse der Netzwerke von NGOs die versuchen, einen Status als legitime Teilnehmer in der Diskussion zur Regulierung der Finanzmärkte zu erreichen. Ausgehend von einer theoretischen Perspektive, die die Rolle von Wissensproduktion betont, versucht er herauszuarbeiten, wie Zivilgesellschaftliche Lobbyarbeit durch die politisch-administrativen Ordnung der EU, mit deren unterschiedlichen Formen der Einbeziehung von externer Expertise, strukturiert ist.

 

Uwe Ruß

uwe-russUwe ist Soziologe und Philosoph. Derzeit arbeitet er an der Fertigstellung seiner Dissertation über den Zusammenhang zwischen den Einstellungen der Bürger zum Wohlfahrtsstaat und deren Unterstützung für das politische System ihres Landes. Zuvor hat Uwe als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin gearbeitet und Seminare zur empirischen Sozialforschung, soziologischen Theorie und statistischer Datenanalyse gegeben. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen soziale Ungleichheit, Bildungssoziologie und politische Einstellungsforschung.
Während seines Studium an der Georg-August-Universität Göttingen hat Uwe ein Jahr im Ausland an der Universität Uppsala verbracht. Dort studierte er neben Soziologie auch Geschichte und belegte Kurse in Holocaust and Genocide Studies. Darüber hinaus arbeitete er freiwillig am Schwedischen Komitee gegen Antisemitismus mit. Seine Abschlussarbeit zu meritokratischen Einstellungen, Bildungsungleichheiten und der Verteilung von Einkommen in modernen Wohlfahrtsstaaten führte er unter Begutachtung von Heike Solga am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) durch.

 

 

Philipp Gerlach

rsz_philippPhilipp Gerlach ist Verhaltenswissenschaftler mit großem Interesse an evidenzbasierter Politikberatung. Er hat einen Master in Psychologie mit Auszeichnung von der Universität Cambridge und einen Master in Sozialwissenschaften mit „sehr gut“ von der Humboldt Universität zu Berlin. Während seines Studiums hat Philipp sowohl in der angewandten Forschung als auch in der Grundlagenforschung gearbeitet. Derzeit ist er Doktorand am Max Planck Institut für Human Development. In seiner Dissertation befasst sich Philipp mit der Frage, unter welchen Bedingungen Menschen sich an soziale Normen halten. Soziale Normen sind moralische Regeln, die vorgeben, welches Verhalten erwünscht und von anderen zu erwarten ist. Um der Frage nachzugehen, benutzt Philipp quantitative statische Verfahren, die erlauben große Datenmengen zu untersuchen.

 

Verhaltenswissenschaftler haben eine beachtliche Menge praktischen Wissens generiert, das Menschen helfen kann bessere Entscheidungen zu treffen. Beispiele hierfür sind erlernbare Strategien, die auf die bestmögliche Nutzung eigener Fähigkeiten setzen (sog. Boosts), sowie das Gestalten von Umwelten, in denen Menschen bestimmte Entscheidungen treffen (sog. Nudges). Boosts und Nudges beeinflussen Menschen auf vorhersagbare Weise, ohne dabei auf klassische politische Steuerungsmechanismen zurückzugreifen, wie Verbote oder ökonomische Anreize. Seit jüngster Zeit sind Politiker auf diese Techniken aufmerksam geworden. Insbesondere Nudges werden zunehmend auf verschiedenste Bereiche unseres Alltags angewandt – mit Chancen und Risiken für die Bürger. Philipp freut sich darauf, seine Kenntnisse in den Verhaltenswissenschaften sowie in den quantitativen Methoden bei Social Science Works einzubringen.

 

Marie de Vazelhes

Marie de VazelhesMarie ist eine Anthropologin, die ihre wissenschaftlichen Kenntnisse gerne auf die sozialen Tatsachen anwenden würde. Sie schloss ihre Promotion im Juli 2016 am europäischen Institut der Humboldt Universität erfolgreich ab. Davor studierte sie in Frankreich Kunst, soziale und kulturelle Anthropologie und absolvierte einen Master in interkultureller Kommunikation im Osteuropäischen Raum.

Ihre vierjährige ethnographische Forschung drehte sich um die Stadt Odessa in der Ukraine. Sie untersuchte die Mythen und Legenden der Stadt und ihre zeitgenössischen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen für das symbolische Kapital der Stadt und die Identität der Bewohner. Der Fokus lag auf den verschiedenen Diskursstrategien kultureller und ökonomischer Akteure der Stadt während des Ukrainekonflikts.

Seitdem widmet sie sich dem Erlernen von selbst-reflexiven pädagogischen Methoden, die sich mit dem Wesen der Demokratie auseinandersetzen. Sie arbeitet jetzt mit Jugendlichen und Flüchtlingen und wünscht sich, positiv an der Zivilgesellschaft mitzuwirken.

 

Christian Kipp

kipp2Christian Kipp studiert Sozialwissenschaften im Master an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das erste Jahr seines Masterstudiums hat er als Gaststudent an der New School for Social Research in New York City verbracht. Bevor er in die Sozialwissenschaften wechselte, hat Christian Volkswirtschaftslehre studiert. In seiner Bachelorarbeit (2014, ebenfalls an der HU Berlin) beschäftigte er sich mit der Frage, wie Individuen und Märkte in der Soziologie und in der VWL beschrieben werden. Seiner Ansicht nach ist eine einheitliche Sozialwissenschaft notwendig, die die Theorien der Ökonomik und der Soziologie zusammenführt, um Marktwirtschaften als soziale Systeme begreifen zu können. Neben den Sozialwissenschaften interessiert sich Christian für Mathematik und analytische Philosophie.

Christians Herangehensweise an die Sozialwissenschaften stützt sich auf die Überzeugung, dass die wissenschaftliche Analyse sozialer Mechanismen eine notwendige Voraussetzung dafür ist, die Gesellschaft vernünftig einrichten zu können. Weil niemand die Vernunft für sich gepachtet hat, hilft es nichts, die Philosophen (oder die Sozialwissenschaftler) zu Königen zu machen; Vernunft kann sich nur in der offenen, kritischen Diskussion von Ideen manifestieren.

Christian ist der Meinung, dass die Sozialwissenschaften in dieser Hinsicht leider einiges zu wünschen übrig lassen. Während ein Teil der Sozialwissenschaften seine theoretische Ideenlosigkeit hinter der Fassade mathematischer Spielereien zu verbergen versucht, produzieren andere Teile der Disziplin hauptsächlich begriffliche Nebelschwaden, die den arglosen Leser gedankliche Tiefe vermuten lassen, wo keine ist. Wenn die Sozialwissenschaften sich darauf besinnen würden, dass Sprache als Medium verwendet werden kann, um Gedanken klar und deutlich mitzuteilen, würde dies nicht nur die Verständigung unter Sozialwissenschaftlern erleichtern. Es bestünde dann auch die Chance, die Welt zum Besseren zu verändern.

 

Michael Häfelinger

Michael HäfelingerMichael Häfelinger ist Betriebswirt, Soziologe und Gesundheitswissenschaftler (MPH).  Er arbeitet als Unternehmensberater (www.unternehmercoaches.de) und ist Geschäftsführer des Berliner Instituts für Public Health (www.biph.de).

Sein sozialwissenschaftliches Herz schlägt für die Chancengleichheit. Bei seinen früheren Tätigkeiten war er  bei TOPOS Stadtforschung für die Ermittlung von Mietobergrenzen in Sanierungs- und Milieuschutzgebieten mitverantwortlich und hat den Indikatorensatz für die Sozialberichterstattung des Landes Brandenburg federführend entwickelt. Später hat er am Robert-Koch-Institut am 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung mitgearbeitet und die Erhebung des Bundesgesundheitssurveys mitgestaltet.

Diese vorwiegend analytische Ebene hat er mit dem Berliner Institut für Public Health verlassen und sich der beteiligenden Umsetzung von Gesundheitsförderung in den Settings Stadtteil und Betrieb zugewandt.

Als Unternehmensberater für Kooperation ist er auf Beteiligung und wertschätzende Kommunikation im Unternehmen spezialisiert.

 

Ilyas Saliba

Ilyas SalibaIlyas Saliba ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Doktorand an der Berlin Graduate School for Social Sciences (BGSS) der Humboldt Universität zu Berlin.

Mein Forschungsinteresse liegt an den Schnittpunkten der Vergleichenden Politikwissenschaft, Internationalen Beziehungen und der Nahost und Nordafrika Regionalforschung. Mein Zugang über Disziplinäre Grenzen hinweg hat mich bereits mehrfach an den methodologischen Paradigmen der jeweils einzelnen Disziplinen zweifeln lassen. In meiner Dissertation widme ich mich den Regimestrategien im Umgang mit Protesten in Ägypten und Marokko im Kontext der Aufstände in 2011 und versuche dem Forschungsgegenstand durch die Kombination verschiedener theoretischer und methodologischer Zugänge gerecht zu werden.

Desweiteren interessiere ich mich für die politischen Entwicklungen im Nahen Osten und Nordafrika nach dem Arabischen Frühling. Insbesondere beschäftigen Ihn Transitionsprozesse, Autoritäre Herrschaftsmechanismen und Widerstand, Westliche Außenpolitik gegenüber der Region, Sicherheitspolitik und Fluchtbedingte Migration. Im Moment analysiere Ich primär die unterschiedlichen politischen Entwicklungspfade nach 2011 mit einem Fokus auf den Rekonfigurations- und Demokratisierungsprozessen in Marokko, Tunesien, Ägypten und Syrien.

 

 

 

Lily Cichanowicz

lily_fg_3 copyLily Cichanowicz earned her bachelor’s from Cornell University in 2015 where she studied Development Sociology with a concentration in Inequality studies. She has spent time working in the developing world aiding in education initiatives in Nicaragua and studying indigenous communities in Malaysian Borneo. She also took part in a Master’s-level program in International Development and Agricultural Economics at the University of Copenhagen as an exchange student. Currently, Lily works as a writer and editor for various publications based in Berlin and beyond. Her areas of interest include critical social theory, epistemology, activism, and international economics.

 

Bérengère Gouraud

berengereBérengère hat eine Zuneigung für Forschung durch ihr deutsch-französischen Curriculas entwickelt: Nachdem sie ihr BA auf dem deutsch-französischen Campus von SciencesPo Paris, studierte Bérengère Rechtsphilosophie ein Jahr in Wien. Im Master „Public Affairs“ at SciencesPo hat sie die Chance bekommen, als Lehrer Staatsbeamten zu treffen, die ihr einen praktischen Ausblick über die staatlichen Politiken beigebracht haben. Ihre Neigung für Forschung und ihre Nähe zur Staatsverwaltung haben sie dazu bewegt, an Social Science Works teilzunehmen.

Um Erfahrungen zu sammeln vor ihrem Master-abschluss, verbringt sie ein Jahr in Berlin innerhalb des IPS-Programms: Dieses Semester studiert sie Philosophie an der Humboldt Universität und nächstes Semester wird sie im Bundestag als Parlamentarische Assistentin tätig sein. Zusätzlich zu der Annäherung des deutschen politischen Systems wird sie beobachten können, wie Informationen und Meinungen geleitet werden und sich aufbauen.

Gruppendynamik und Bildung sind tatsächlich von großem Interesse für sie. Bérengère hat durch ihr Engagement im Europäischen Jugend Parlament entwickeln können. Seine Veranstaltungen fördern Fähigkeiten zum Gruppenführung, Kreativität und individuelle Empowerment. Sie wünsche jetzt zu untersuchen, wie diese Elemente in anderen Kontexten wie Schulen, Firmen oder in der Verwaltung bewirken.

 

Niklas Kossow

rsz_kossow_0755Niklas Kossow ist Politikwissenschaftler und forscht vorranging zu Antikorruptionsstrategien und der Nutzung von sozialen Medien in der Mobilisierung von Antikorruptionsbewegungen. Er ist Alumni des University College London (BA European Social and Political Studies) und Absolvent des Master of Public Policy Programmes der Berliner Hertie School of Governance. Nach einem Jahr als Stipendiat des Mercator Kollegs für Internationale Aufgaben kehrte er 2015 an die Hertie School zurück und began dort sein Doktorstudium.

Neben seiner Promotion arbeitet Niklas als Kommunikationsmanager des EU FP7 ANTICORRP Projektes am European Research Centre for Anti-Corruption and State-Building. Zuvor sammelte er Arbeitserfahrung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Sozial, dem Auswärtigen Amt und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Niklas arbeitete außerdem als wissenschaftlicher Berater für Transparency International, Freedom House, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und die World Wide Web Foundation. Seine Erfahrungen aus der Wissenschaft und der Politkberatung überzeugten ihn vom Nutzen qualitativer und unabhängiger Forschung in der Entwicklung effektiver Politik. Neben seinem Interesse am Feld der Antikorruptionsarbeit reist er gerne und ist fasziniert von Osteuropa und dem Postsowjetischen Raum. Sie können ihm auf twitter folgen unter @niklaskossow.

 

Ivan Capriles

Ivan CaprilesIvan Capriles is a doctoral candidate in political science at the Humboldt-Universität zu Berlin, researching on autonomy and control dynamics between oil exporting states and national oil industries. He holds an International Baccalaureate from the United World College of Hong Kong, China, a B.A. in International Relations from Lancaster University and a Master of Public Policy from the Hertie School of Governance in Berlin, Germany.

Energy politics is an area of focus for which he has pursued experiences such as an internship at the Venezuelan embassy in Riyadh, Saudi Arabia, work at the Venezuelan petroleum ministry´s unit of international affairs and technical training on crude processing in central Venezuela. Other experiences include post-tsunami housing reconstruction (World Bank, Banda Aceh, Indonesia), fragile states (Center for International Governance Innovation, Waterloo, Canada) and strategic planning (Venezuelan Embassy, Berlin, Germany).

Between 2015 and 2016 he was a research fellow on International Rule of Law and Justice Sector Reform at the Robert Bosch Academy. He was the rapporteur of the 2015 Salzburg Global Seminar 3rd Global LGTB Forum on Human Rights and Social Cohesion. He presented a paper on coup d’états at the LASA Conference 2013 (Washington DC, USA) and wrote articles on Latin America´s megacities for Schlosssplatz 3 and on Venezuelan politics for Matices: Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und Portugal.

Other areas of interest and engagement include scenarios analysis and digitalization. He is collaborating with the grassroots policy thintank Polis180 on a project on Middle eastern scenarios. As a hobby, he has participated as extra music videos for the bands Tubbe and The Hidden Cameras, cast member for the short film Gold by German director Kai Stänicke and has co-authored the electronic single “Frau Böse” with German artist Trummerschlunk released by the Audiolith label.

 

Sergiu Buscaneanu

Sergiu BuscaneanuSergiu Buscaneanu is a visiting researcher at the Institute for European Integration, University of Hamburg, where he works on a book concerned with the dynamics of political regimes in the Eastern neighborhood of the EU. The book, which is due to be published in 2016 with Palgrave Macmillan, argues that the EU’s democratization role in Eastern neighborhood was weak over the period 1991-2014, but where such a weak role was present, it was only under four domestic and transnational conditions: (a) a higher cost-benefit balance of norm adoption; (b) a lower structural difficulty (e.g. effects of oil rents) a given country would need to overcome on its way towards democratization; (c) increased levels of power dispersion and political representation; and (d) a higher extent of democratic diffusion resulting from regional interactions.

Sergiu’s research interests lie at the intersection of comparative politics with international relations. His primary areas of academic interest are EU external governance, democratization, regime dynamics, democratic diffusion, democratic theory, former Soviet Union, European Neighborhood Policy, Eastern Partnership and prospect theory, while the secondary ones include EU enlargement, fuzzy set Qualitative Comparative Analysis and concept building.

Sergiu Buscaneanu joined social science WORKS (SSW), because he is concerned with how actually SOCIAL SCIENCE works. He has completed an MA (2006) in EU politics at the University of Leeds and a PhD (2014) in political science at the BGSS, Humboldt-Universität zu Berlin. Sergiu serves as a country expert for the “V-Dem” project and has been a Chevening, EMECW and DAAD scholar.

 

Johannes Kuhnert

rsz_1img_5977Johannes Kuhnert is an MA student in Political Theory at Goethe University Frankfurt Main. He has previously studied European Social and Political Studies at University College London and has been an exchange student at the University of Bologna and the New School for Social Research in New York. Currently, he is on the way to finishing his thesis on The Moral Economy of Financial Consultancy.

During his studies, his interest progressively moved from political and social philosophy towards qualitative social research. As a result of this, Johannes has adopted ‚praxeography‘, conversation and discourse analysis as his preferred mode of research, but he remains equally preoccupied with the conceptual foundations of sociology. Systems theory and Science and Technology Studies are his major reference points for the integration of his empirical and conceptual interests. He believes that radical constructivist stories can spur reflexivity in complex, knowledge-based societies in much the same way that modern philosophy used to in the past. He is glad to join Social Science Works to discuss his ideas with like-minded.

 

Katrin Lieck

Katrin

Nach ihrem Bachelor in Psychologie mit dem Schwerpunkt biologische Psychologie schloss Katrin Lieck 2013 ihr Studium mit einem Master in Sozial- und Gesundheitspsychologie an der Universität Maastricht (Niederlande) ab. In ihrem Master lernte sie insbesondere Theorien zur Erklärung von automatischem und überlegtem menschlichen Verhalten in Gruppen, sowie Techniken zur sozialen Beeinflussung, z.B. zur Generierung und/oder Modifizierung von Einstellungen und Verhaltensweisen – dies insbesondere im Bereich Gesundheits- und Konsumentenverhalten. In ihrer Abschlussarbeit erforschte Katrin Lieck den Zusammenhang zwischen Impulsivität und Ernährungsverhalten.

Im Anschluss an ihr Studium koordinierte Katrin Lieck eine multizentrische klinische Interventionsstudie an der Universität Potsdam zum Thema Selbstregulationsfähigkeiten von adipösen Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts betreute sie auch mehrere Bachelor- und Masterstudenten bei ihren Qualifikationsarbeiten im gesundheitspsychologischen Bereich.

Seit Juni 2016 engagiert sich Katrin Lieck ehrenamtlich als interkulturelle Vermittlerin bei Start with a Friend in Berlin und Potsdam.

 

Michelle Ruiz Andrade

michelle Ruiz_optMichelle Ruiz Andrade verließ wie viele andere für ihre Studien ihre Heimat im globalen Süden, um im globalen Norden ihren Horizont zu erweitern und mit neuen Ideen und Antworten nach Hause zurückzukehren. Die Teilnahme an zahlreichen Model United Nations-Konferenzen während ihrer Schulzeit führte sie zu dem Schluss, dass globale Probleme weder ausschließlich auf der Ebene der Internationalen Beziehungen entstehen noch ausschließlich dort gelöst werden können. Nach ihrem Abitur zog Michelle daher von Quito, Ecuador nach Berlin und absolvierte einen Bachelor in Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität. Während ihres Studiums verbrachte sie, inspiriert durch die französische soziologische und philosophische Bildungsforschung, ein Semester am Pariser Institut d’ètudes politiques (SciencesPo) und war Praktikantin bei der UNESCO. Im Zuge ihrer Studien gelangte ein Paradox in den Fokus ihres Interesses: Kritisches Denken wurde an den ihr bekannten Universitäten von Studenten wie Professoren umfassend befürwortet, doch waren die wissensgeographischen und historischen Möglichkeiten dafür meist auf den männlich und weiß geprägten westlichen Theoriekanon beschränkt. Sie konzentrierte ihre Nachforschungen daher auf die geopolitischen Wurzeln von Wissen und stellte die Wechselwirkung von Hierarchien zwischen Wissensordnungen und Gesellschaften am Beispiel des Paradigmas der „Wissensgesellschaft“ in den Mittelpunkt ihrer Bachelorarbeit. Derzeit widmet sich Michelle weitergehenden Überlegungen, wie die akademische Welt und die Sozialwissenschaften im Besonderen dekolonial neu gedacht werden können.

 

Oktay Tuncer

Oktay Tuncer absolviert derzeit sein Masterstudium in Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Oktay studierte im Bachelor im selben Bereich, in Berlin sowie in Paris. An der Humboldt-Universität eignete er sich ein breites Wissen in quantitativen sowie qualitativen Forschungsmethoden an. An der Nanterre Universität in Paris erlangte er zudem wichtige theoretische Einblicke in Subdisziplinen wie Sozialanthropologie, Politische Soziologie und Soziologie des ökonomischen Denkens.

Oktay erhielt zusätzliche akademische Erfahrung durch seine Arbeit als Studentische Hilfskraft an Forschungsinstituten wie dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).
In seinem Studium spezialisierte er sich in Wirtschaftssoziologie und Politischer Soziologie, der Ungleichheitsforschung und Forschungsmethoden. Thema seiner Bachelorarbeit war die Auffassung von Nationalität und des Staatsbürgers in der Türkei. Dafür analysierte er die fortwährende Debatte zu einer neuen Verfassung. In seinen Erfahrungen in der Akademie hat Oktay die Hindernisse und Aufgabenstellungen von relevanter, wertvoller und angemessener Empirischer Forschung kennengelernt. Dies war für ihn ein Ansporn, ein Partner von Social Science Works zu werden.

 

 

 

Johannes Petry

picture Johannes Petry

Johannes Petry ist Politökonom und arbeitet zu Finanzmärkten. Er absolvierte seinen BA in Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Goethe Universität Frankfurt, wo er sein Wissen beider Disziplinen kombinierte. Diesen interdisziplinären Ansatz vertiefte er während eines MA in International Political Economy an der University of Warwick und eines MA in Politics & Public Administration an der Universität Konstanz.

Während seines Studiums spezialisierte er sich auf politökonomische Themen. Empirisch auf die kritische Analyse von Finanzmärkten, -krisen und emerging markets in weltwirtschaftlichem Kontext. Theoretisch durch die Kombination verschiedener Forschungsansätze um disziplinäre Grenzen zu überwinden und einen integrativen Ansatz für die Analyse von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu fördern. Während und nach seinem Studium arbeitete er als Tutor und wissenschaftliche Hilfskraft an verschiedenen Universitäten und absolvierte ein Praktikum am Institut für Sozialforschung.

Bei der Forschung für seine Masterthesis über „varieties of financialisation“ führte er eine Reihe von Interviews mit Finanzmarktakteuren und realisierte dabei, wie sehr sich die Sichtweisen von Banken und Regulierern von Wissenschaftlern unterscheiden, und wie wenig Letztere Finanzmärkte oft nicht richtig verstehen und daher nicht in der Lage sind diese substantiell zu kritisieren. Um dieser Fall zu entgegen entschied er sich zwei Jahre in der Finanzbranche zu arbeiten bevor er in die Wissenschaft zurückkehrte. Aufbauend auf seinen Erfahrungen als Finanzmarktanalyst und Politökonom, macht er derzeit einen PhD an der University of Warwick und analysiert die Transformation von chinesischer Kapitalmärkte.

Johannes ist über den derzeitigen Stand der Sozialwissenschaften besorgt, welche größtenteils mit methodologischen und theoretischen Debatten beschäftigt und von disziplinären Grenzen beschränkt sind. Er ist überzeugt, dass drei Aspekte wichtig für gute sozialwissenschaftliche Forschung sind: sie sollte empirisch begründet und methodologisch sauber sein; sie sollte interdisziplinär und kritisch sein; und ihre Ergebnisse sollten von gesellschaftlicher Relevanz sein. Deshalb ist er Teil von Social Science Works.

 

 

 

Paula Herrera

rsz_paula_herreraPaula Herrera is a Public Policy candidate at the Hertie School of Governance in Berlin. She is convinced that civil society and its think tanks are key players in the formation of fair, creative and active societies. Connected to this, policy-making must be developed hand-in-glove with a profound reflection on the means of achieving efficient results.

Before arriving to Germany in 2015, Paula worked at the Trade Commission of France in Mexico as an intern for Aeronautical and Security issues, where she helped to facilitate personalized market studies to the French private sector. Previously, Paula worked in different prominent non-governmental institutions; namely at the Colegio de México as a fellow researcher, and at OXFAM LAC, as an assistant of both HR and Business Management departments. Moreover, she has collaborated with the Centro de Estudios Espinosa Yglesias, which is a Mexican non-profit civil association, whose mission is to enrich political debate with policy advice and shed light on governmental decision-processes. Furthermore, in her spare time Paula is an active supporter of the LGBT minority’s organizations.

She holds a BA in Political Science from the Instituto Tecnológico Autónomo de México (2009-2012), where she graduated with special honours after presenting a thesis that analyses the relationship between the electoral reforms, the economical positions and the degree of democracy of the different Venezuelan regimes. During her BA, Paula travelled to France for an exchange semester at Science Po Strasbourg, where she took several courses related to European Institutions and their contemporary challenges. Thanks to her multicultural upbringing, she is at home in the English, French and Spanish language and culture. Nowadays, she is learning German.

 

Asaf Leshem

Asaf LeshemAsaf promoviert am iDTR (institut für Dark Tourism Research) an der University of Central Lancashire in England. Auf dem wissenschaftlich bisher wenig beachteten Gebiet dark tourism in Berlin beschäftigt er sich mit Interpretationsweisen von Touristenführern in ihrer Rolle als „Botschafter der Stadt“.

Bevor Asaf nach Berlin kam, schloss er ein Bachelorstudium im Fach „Ecotourism“ (Ökotourismus) an der University of Central Lancashire ab. In seiner Abschlussarbeit verglich er die Rolle und Verantwortlichkeit von privaten und NGO Interessengruppen im Bereich des Ecotourism.

Am Albrecht Daniel Thaer-Institut für Argar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte Asaf ein Masterstudium auf dem Gebiet „Integrated Natural Resource Management (environmental economics)“ (Umweltwirtschaft). In seiner Masterarbeit im Rahmen des LILAC Projektes (Living Landscapes China) thematisiert er sozio-ökologische Koevolution unter dem Gesichtspunkt der Einführung von landwirtschaftlichen Innovationen im Nabanhe Naturreservat in China.

Die Auswahl seiner Forschungsthemen sowie sein Interesse in Social Science Works basieren auf dem Wunsch, wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich für die praktische Umsetzung zu machen.

 

Martin NeiseMartin Neise

Martin Neise ist Master-Student der Politikwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat einen Bachelorabschluss in Nordamerikastudien vom John-F.-Kennedy-Institut an der Freien Universität Berlin und verbrachte ein Auslandsjahr am Reed College in Portland (OR). Während seiner Studien konzentrierte er sich auf den US-amerikanischen Wohlfahrtsstaat und Revitalisierungsstrategien der Gewerkschaften. Darüber hinaus interessierte sich Martin sehr für politische Philosophie und normative Fragestellungen über die Legitimität von Macht und Herrschaft.

Nach Beginn seines Masterstudiums befasste sich Martin mit politischer Ökonomie, was ihn veranlasste nochmals im Ausland an der Central European University in Budapest zu studieren. Seine Interessenschwerpunkte liegen hier auf heterodoxer Makroökonomie, die Krise des Kapitalismus und der EU-Integration sowie auf der politischen Ökonomie der Entwicklung. Gegenwärtig schreibt er seine Masterabschlussarbeit zu globalen Produktionsnetzwerken und deren Wechselwirkungen mit Finanzialisierungsprozessen.

Martin ist überzeugt, dass die Sozialwissenschaften sich mit ihrer Forschungsgegenstand rückkoppeln und ihr Wissen zurückgeben. Social Science Works scheint ein Ort zu sein, an dem dies möglich scheint.

 

Ioan_4195Alexandra Ioan

Alexandra Ioan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Hertie School of Governance. Ihre Forschungsschwerpunkte sind zivilgesellschaftliche Organisationen, soziales Unternehmertum, Institutionalisierungsprozesse und sektorübergreifende Zusammenarbeit in der Lösung sozialer Probleme. Ioan forscht im Rahmen des EU-geförderten SEFORÏS-Projekt. Sie war Gastforscherin am Stanford Center on Philanthropy and Civil Society der Universität Stanford. Ioan hält akademische Abschlüsse von der Hertie School of Governance, der Universität Bukarest und der Nationalen Hochschule für Politik- und Verwaltungswissenschaften Bukarest, Rumänien.